Freitag, 7. November 2014

"In der Sauna verraucht der Zorn." (Finnisches Sprichwort)

 Saunabaden mit Genuss

"In der Sauna verraucht der Zorn." (Finnisches Sprichwort)

Durch die Wärme der Sauna erhöht sich die Temperatur des Körperkerns. Dadurch werden die Stoffwechselvorgänge beschleunigt. Ein erhöhter Blutdruck sinkt und niedriger Blutdruck steigt minim an. Neben den körperlichen positiven Wirkungen beeinflusst die Sauna auch die psychische Verfassung. Das Sanunieren baut Aggressionen und Ängste ab. Besonders in der heutigen hektischen Zeit ist das Saunieren aktueller als je zuvor. 


Das Sauniren ist besonders geeignet bei:

- Infektanfälligkeit
- chronischer Bronchitis
- Asthma bronchiale
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- niedrigem Blutdruck (Hypotonie)
- Durchblutungsstörungen (kalte Hände, kalte Füsse)
- Abnutzungserscheinungen der Gelenke (Arthrose)
- Degenerativen, nichtentzündlichen Wirbelsäulenbeschwerden
- Weichteilrheumatismus
- Muskelverspannungen und -verhärtungen (Myogelosen)
- Nachbehandlung von Gelenk- und Weichteilverletzungen
- vegetativen Regulationsstörungen/ Stress
- Beschwerden der Wechseljahre
- Depression


Wie man richtig sauniert/ Was man beim Saunieren beachten sollte: 

1. Nehmen Sie sich genug Zeit. Berechnen Sie sich 2 Stunden ein. Gehen Sie nicht hungrig oder mit vollem Magen in die Sauna.

2. Duschen Sie sich aus hygienischen Gründen vor dem Saunagang ab. Danach trocknen Sie sich gut. Ein trockener Körper fängt schneller an zu schwitzen. Bei kalten Füssen eignet sich vor dem Saunagang ein warmes Fussbad. 

3. Der Saunagang sollte kurz, aber wärmeintensiv sein. Liegen Sie sich entspannt nieder, zum Schluss setzten Sie sich am besten aufrecht. 

4. Die Abkühlphase nach dem Saunagang sollte sehr kurz sein. Man beginnt die Abkühlphase an der Frischluft. Dadurch werden die Atemwege abgekühlt. Danach folgt das Abkühlen mit Kaltwasser durch Kneippgüsse (herzfern beginnen) oder durch Schwallbrausen. Nach dem Abspülen des Schweisses sollte man noch kurz ins Tauchbecken (bei Bluthochdruck nur kühl abgiessen). Dies ist wichtig für die Abhärtung des Körpers. 

5. Nach der Abkühlphase eignet sich am besten ein warmes, knöchelhohes Fussbad. Dies stabilisert den Kreislauf und erweitert die Blutgefässe im ganzen Hautgebiet. 

6. Nach der vollständigen Wiederabkühlung kann ein zweiter "Gang" durchgeführt werden. Nehmen Sie sich genug Zeit zwischen einem und dem anderen Saunagang. Drei Saunagänge reichen vollkommen aus. Rechnen Sie pro Saunagang 8-12 Minuten ein. 

7. Trinken Sie während der Sauna möglichst wenig, da sonst die Körperentschlackung unterbleibt. 

8. Nehmen Sie keine alkoholischen Getränke während des Saunabadens zu sich!

9. Nach dem Saunieren sollte ausreichend getrunken werden. Dazu eignet sich am besten stilles Wasser oder Apfelschorle. 


Die häufigsten Fehler in der Sauna/ machen Sie es richtig:

- Gehen Sie nicht abgehetzt in die Sauna, denn dies beeinträchtigt das Wohlbefinden.

- Gehen Sie nicht hungrig in die Sauna, denn dann besteht Gefahr eines Kollaps.

- Vermeiden Sie Wechselduschen als Vorbereitung, denn dies ist nur wertlose Verzögerung des Saunavorgangs. 

- Gehen sie nicht nass in die Sauna, denn dies verzögert die Schweissbildung.

- Vermeiden Sie Muskelarbeit, Gymnastik und viel reden in der Sauna, denn dies belastet die Atmung und den Kreislauf unnötig.

- Bürsten (Schweissschaben) Sie sich nicht, denn dies belastet den Kreislauf unnötig und belästigt andere. 

- Vermeiden Sie Dauerschwitzen auf der untersten Bank, denn dies überlastet das Herz und bringt keinen zusätzlichen Nutzen. 

- Duschen Sie sich nach der Sauna nicht warm ab, denn dies belastet die Atmung und den Kreislauf unnötig.

- Vermeiden Sie das Nachschwitzen in Packungen nach der Sauna, denn die Packung stört den Baderhythmus und es besteht eine erhöhte Erkältungsgefahr. 

- Gehen Sie nicht ins Tauchbecken ohne sich zuvor abzuspühlen, denn dies verunreinigt das Beckenwasser.

- Benützen Sie nach dem Saunagang kein temperiertes Tauchbecken (über 20°), denn dies verzögert die Wiederabkühlung und belastet das Herz.

- Vermeiden Sie kalte Fussbäder oder Wassertreten während dem Saunagang, denn dort besteht die Gefahr eines Gefässkrampfes. 

- Vermeiden Sie Gymnastik, Turnen, Schwimmen, denn dies ist zu belastend für den Körper. 

- Vermeiden Sie wiederholtes Abseifen, denn das zerstört den Säureschutzmantel der Haut.

- Vermeiden Sie unangekleidetes Herumstehen oder Liegen, denn dort besteht die Gefahr einer Unterkühlung und Erkältung.

- Falls Sie an starken Muskelverspannungen leiden, lassen Sie beim kalten Duschen hinterher die verspannten Partien aus, damit sich die Muskeln nicht wieder verhärten.

Das Saunieren ist nicht geeignet bei: 

- Verkalkung der Blutgefässe (Arteriosklerose) höheren Grades, besonders der Herz- und Gehirngefässe
- hochgradigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine mit Ruheschmerzen
- Krebsleiden während der aggressiven Behandlungsphase
- Epilepsie
- Schilddrüsenüber- und -unterfunktion höheren Grades
- chronisch-entzündlichem Gelenkrheuma (rheumatische Arthritis/ Polyarthritis)
- entzündlichen Organerkrankungen
- akute Infektionskrankheit
- rheumatisches Fieber
- akutem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür
- hochgradige vegetative Erregbarkeit/ Psychose
- akute Verletzung (offene Wunden, frische Blutergüsse oder Schwellung)

Nun wünsche ich Ihnen viel Spass beim Saunieren.

 

Donnerstag, 8. Mai 2014

Wassertreten


Wassertreten

Wassertreten wirkt erfrischend am Morgen und beruhigend am Abend.

Was bewirkt das Wassertreten in unserem Körper ganz genau?

Gefässe

Damit das Blut von den Füssen wieder zum Herzen gelangen kann, besitzen unsere Venen kleine Klappen, welche den Rückfluss des Blutes verhindern. Der Druck, welcher durch die Bewegung der Beinmuskeln entsteht, drückt dann das Blut zurück zum Herzen. Sind die Gefässmuskeln der Beine jedoch geschwächt, kann es sein, dass die Klappen nicht mehr richtig schliessen und das Blut zurück fliesst. So entstehen Krampfadern.

Im kalten Wasser ziehen sich die Gefässmuskeln der Beine zusammen. Dies ist ein natürlicher  Schutzmechanismus, damit der Körper nicht zu schnell an Wärme verliert. Die Gefässwandmuskeln werden bei jedem Wassertreten trainiert und gestärkt. Dadurch schliessen die Venenklappen besser und das Blut kann gut zum Herz zurück transportiert werden. Durch die Bewegung wird dieser Effekt noch verstärkt. Daher eignet sich das Wassertreten vor allem bei folgenden Gefässerkrankungen:

- Krampfadern
- venösen Abflussstörungen der Beine
- beginnenden arteriellen Durchblutungsstörungen

Nicht geeignet bei:
- schwerer arterieller Durchblutungsstörung (Schaufensterkrankheit)
- Thrombosen und Arteriosklerose

Blutkreislauf und Herz

Beim Eintreten ins kalte Wasser ziehen sich die Gefässwände zusammen und die Beine sehen blass aus, man bekommt Gänsehaut und verspürt ein Kältegefühl. Nach der Kälteeinwirkung jedoch erweitern sich die Gefässe wieder, man bekommt rote, warme Haut und das Kältegefühl verschwindet. Danach fühlt man sich sehr wohl. Durch die anfängliche Verengung der Gefässe erhöht sich der Blutdruck für eine kurze Zeit, danach jedoch sinkt er wieder, da die Gefässe sich in der zweiten Phase wieder erweitern. Für Betroffene, welche zu leicht erhöhtem Blutdruck neigen, eignet sich daher das Wassertreten sehr gut. Jedoch bei höheren Werten (100/160mmHg) sollte auch das Wassertreten verzichtet werden, da anfänglich der Blutdruck steigt.
Der Kältereiz wirkt auf das Herz beruhigend und der Puls wird langsam. Daher wird Betroffenen mit Herzneurosen das Wassertreten empfohlen.

Nicht geeignet bei: 
- Organischen Herzerkrankungen: erlebte Herzinfarkte, Angina Pectoris, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz

Immunsystem

Kältereize beeinflussen immunologische Reaktionen und Aktivieren das Hormonsystem, speziell das Hypophysen-Nebennierenrindensystems. Besonders die Hormone, welche in der Nebennierenrinde ausgeschüttet werden, wirken infektvorbeugend, abhärtend und stoffwechselanregend.

Nicht geeignet bei:
-  Infektionen im Bauchraum: Harnwegsinfekte, Blasen- und Nierenerkrankungen, Unterleibsinfektionen
- Menstruation
- Ischiasbeschwerden

Haut

Durch das Laufen über die Steine im Fluss oder Bach werden zusätzlich noch die Fussreflexzonenpunkte aktiviert und wirken sich positiv auf den Körper aus. 
In einem Bach oder Fluss sollten Betroffene mit Gefühlsstörungen in den Füssen auf spitze Steine achten, damit Sie sich nicht verletzen. Führen Sie das Wassertreten vorsichtig aus, damit Sie nicht ausrutschen.

Aktivität und Ruhe

Macht man das Wassertreten am Morgen, so erfrischt es den Geist und man ist wacher. Nach dem Wassertreten am Morgen kann man durch Laufen die Beine wieder erwärmen. Die Anwendung am Morgen eignet sich hervorragend bei öfteren Benommenheitszuständen und chronischer Müdigkeit.
Macht man das Wassertreten am Abend und zieht danach warme Socken an, so wirkt es sehr schlaffördernd und beruhigend. Die Anwendung am Abend eignet sich daher gut bei Einschlafschwierigkeiten.

Vegetatives Nervensystem

Das Wassertreten wirkt beruhigend und stabilisierend auf das vegetative Nervensystem. Krankheiten, welche sich durch Stress verschlechtern, können somit durch das Wassertreten positiv beeinflusst werden. Dazu gehört zum Beispiel der Sudeck im ersten Stadium im Bein.  
Kinder reagieren oft nervös auf Veränderungen wie z.B. beim Schulbeginn oder bei Herausforderungen im Berufsleben. Das Wassertreten macht Kindern Spass, entspannt und erfrischt den Kopf.
Das Krankheitsbild Schweissfuss wird meist unmittelbar durch eine Regulationsstörung des vegetativen Nervensystems in Verbindung mit übergrossen Schweissdrüsen hervorgerufen. Somit eignet sich das Wassertreten auch bei einen Schweissfuss.

Was noch zu beachten ist!

Die Füsse sollten nicht frieren oder kalt sein und der Körper sollte nicht frösteln. Das Wassertreten sollte man nur bei einer guten körperlichen Verfassung durchführen. Bei Zweifel kontaktieren Sie am besten Ihren Arzt.

Wie geht das Wassertreten vor sich?

- Sie benötigen ein Wasserbecken/ Badewanne/ Uferstreifen/ Bach/ Stadtbrunnen/ Meeresstrand
- Wasser sollte bis handbreit unter das Knie reichen
- Hosenbeine hoch halten
 - „Storchengang“ gehen
- je nach Körpertemperatur bei 30-60 Sekunden aufhören, wenn ein deutliches Kältegefühl bzw. Kälteschmerz eintritt
- Danach Wasser nur abstreifen und sofort Schuhe und Stümpfe anziehen
- Nach dem Wassertreten sollte man sich wieder erwärmen. Am Morgen kann man dies durch Laufen erzielen und am Abend durch warme Socken und gutes zudecken. Wenn Sie sich lieber bewegen, dann am besten durch einen Spaziergang, aber nur mit warmen Füssen.

Viel Spass beim Wassertretem.


Dienstag, 4. Februar 2014

Walliser Bote 1. Februar 2014

Hi Leute,
nun ist es offiziell, jetzt bin ich auch auf Papier "Medizinischer Masseur mit eidg. Fachausweis". Mein Fachausweis hängt schon in meiner Praxis.